Fibromyalgie-Therapie

Unser ganzheitsmedizinisches Konzept zur Fibromyalgie-Therapie

Seit vielen Jahren stellen chronische Schmerzen und Fibromyalgie einen wichtigen Behandlungsschwerpunkt in unserer Praxis dar. Dabei nutzen wir gleichermaßen die Möglichkeiten von Schul- und Komplementärmedizin mit dem Ziel, die Schmerzen, aber auch sonstige begleitende Symptome unserer Fibromyalgie-Patienten zu lindern.

Synthese von Naturheilkunde und Schulmedizin in der Fibromyalgie-Therapie

In seiner 13-jährigen Tätigkeit als Chefarzt an der Asklepios-Klinik Dr. Walb in Homberg/Ohm hat Dr. Heintze umfangreiche Erfahrung in den Behandlungsmöglichkeiten beim Fibromyalgie-Syndrom gewonnen. Dabei hat er einen reichen Fundus an ganzheitlichen (naturheilkundlichen) und schulmedizinischen Verfahren und Wissen aus medizinischen Studien kennen und schätzen gelernt. Seiner Überzeugung nach bietet die Ganzheitsmedizin die beste Grundlage für die Fibromyalgie-Therapie, da sie Naturheilverfahren und Schulmedizin gemeinsam nutzt.

Mit dem Grundgedanken „das Beste aus allen Welten“ einzubringen, werden bei uns Schulmedizin, Naturheilkunde, physikalische Verfahren und Psychosomatik integrativ praktiziert. Das gilt umso mehr für so komplexe chronische Erkrankungen wie das Fibromyalgiesyndrom, bei dem die reine Schulmedizin immer wieder an ihre Grenzen stößt. Bei Methoden wie den Krankengymnastik, Entspannungs- und Psychotherapie, die wir nicht oder nur eingeschränkt in unserer Praxis anbieten, beraten wir Sie gern und verweisen Sie an entsprechend qualifizierte Kollegen.

Unser Verständnis von der Entstehung des Fibromyalgiesyndroms

Um eine Therapie effektiv gestalten zu können, ist es wichtig, die Erkrankung möglichst gut in ihren Ursachen und Zusammenhängen zu verstehen. Im Fall der Fibromyalgie ist es der Schulmedizin bislang nicht gelungen, ihre Ursachen und Entstehung ausreichend aufzuklären. Als weitgehend anerkannt gilt, dass eine chronische Stressreaktion eine Rolle spielt, die der Körper nicht mehr verarbeiten und ausgleichen kann. Aus naturheilkundlicher Sicht kommen Störfelder wie chronische Nasennebenhöhlenentzündungen oder Narben, Umweltbelastungen, schwere Traumen und vieles mehr als Ursachen für die chronische Stressreaktion in Frage. Kann der Organismus diese Belastungen nicht mehr kompensieren, reagieren entsprechend veranlagte Personen mit einem Fibromyalgiesyndrom.

Die Rolle chronischer Stressreaktionen bei der Entstehung des Fibromyalgiesyndroms. (Quelle: Bock, Heintze, 2000)
Die Rolle chronischer Stressreaktionen bei der Entstehung des Fibromyalgiesyndroms. (Quelle: Bock, Heintze, 2000)

Schulmedizin

Schulmedizinisch wird beim Fibromyalgie-Syndrom die medikamentöse Therapie mit Amitryptilin empfohlen. Amityptilin wird bei Depressionen und zur langfristigen Schmerztherapie eingesetzt. Nicht empfohlen werden dagegen Nicht-Steroidale-Antirheumatika (NSAR) zu denen Substanzen wie Ibuprofen oder Diclofenac gehören. [nach den Leitlinien zum Fibromyalgiesyndrom Stand 4/2012]
Da selbst starke Schmerzmedikamente bei der Fibromyalgie häufig versagen oder nur unzureichende Erfolge erzielen, denen umgekehrt deutliche Nebenwirkungen gegenüberstehen, ist es uns wichtig, unseren Patienten über die schulmedizinische Versorgung hinaus ganzheitsmedizinische Therapieoptionen an die Hand zu geben.

Neuraltherapie (Segment- und Störfeldtherapie)

Störfelder wie chronisch entzündete Nasennebenhöhlen und –mandeln, Zahnherde usw. können den Organismus nachhaltig belasten. Beispielsweise können sie über eine Störung im Energiefluss Schmerzen in entfernt gelegenen Bereichen auslösen. Während ansonsten Gesunde häufig vergleichsweise beschwerdearm mit derartigen Belastungen umgehen können, ist das Regulationssystem chronisch Kranker damit häufig überfordert. Entsprechend sollte insbesondere bei der Fibromyalgie nach möglichen Störfeldern geforscht und diese beseitigt werden. Als Störfeld in Frage kommen auch Narben, die wir bevorzugt durch die Neuraltherapie nach Huneke entstören.
Darüber hinaus setzen wir die Neuraltherapie als Segmenttherapie ein. Dabei spritzen wir an schmerzhafte Stellen und Reflexpunkte, um Blockaden aufzulösen und wieder eine normale Regulation zu ermöglichen.

Akupunktur

Die Akupunktur ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin. In ihr geht man davon aus, dass Meridiane als Energieleitbahnen unseren Körper durchziehen. Über diese Meridiane fließt die Lebensenergie (Qi) zu unseren Organen. Ungleichgewichte und Blockaden im Energiefluss, die für die Entstehung von Funktionsstörungen und Erkrankungen verantwortlich gemacht werden, sollen durch die Akupunktur ausgeglichen werden. Dazu werden bestimmte Akupunkturpunkte entlang der Meridiane an der Hautoberfläche mittels Nadeln stimuliert. Eingesetzt wird sie unter anderem zur

  • Schmerzlinderung
  • Durchblutungsförderung
  • Muskelentspannung und
  • Regulation des Immunsystems.

Da diese Aspekte auch beim Fibromyalgiesyndrom eine Rolle spielen, setzen wir die Akupunktur gern im Rahmen unserer Fibromyalgie-Therapie zur Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden ein. Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen mehrmals pro Woche.

Akupunktur fördert die Durchblutung
Akupunktur fördert die Durchblutung

Elektroneuraltherapie nach Dr. Croon

Im Rahmen unserer ganzheitlichen Fibromyalgie-Therapie nutzen wir häufig die Elektroneuraldiagnostik und -therapie nach Croon. Aus Messungen des Hautwiderstandes und der Kapazität an 200 Akupunkturpunkten wird ein Elektroneuralsomatogramm erstellt, aus dem wir Hinweise auf Schwachstellen und das aktuelle Energieniveau erhalten. Mit der anschließenden Elektroneuraltherapie wird so gewissermaßen „die Batterie wieder aufgeladen“. Dazu wird gezielt eine schmerzlose Reizstromtherapie an gestörten Akupunkturpunkten durchgeführt. Die Wirkung auf Hautwiderstand und Kapazität wird über eine erneute Messung kontrolliert. Die Elektroneuraltherapie wird in der Regel mehrmals wöchentlich durchgeführt. Die positiven Rückmeldungen unserer Patienten bestärken uns darin, die Elektroneuraltherapie nach Dr. Croon immer wieder regelmäßig im Rahmen unserer Fibromyalgie-Therapie einzusetzen.

Magnetfeld-Bioinformationstherapie

Die Magnetfeldbioinformationstherapie (MFBIT) nutzen wir ebenfalls im Rahmen unserer Fibromyalgie-Therapie. Ziel dieses physikalischen Verfahrens ist es, die Selbstregulation des Organismus zu stärken.

Bewegung

Auch wenn sie für viele Patienten zunächst recht schmerzhaft ist, ist Bewegung bei Fibromyalgie ein äußerst wichtiges Instrument. Viele unserer Patienten haben selber schon beobachtet, dass sich Bewegung positiv auf ihr Befinden, insbesondere auf ihre Schmerzen, auswirkt. Besonders hilfreich sind sanfte Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Aquasport und Tanzen. Der Vorteil dieser Sportarten liegt darin, dass Muskeln und Gelenke eher gleichmäßig belastet werden. Spitzenbelastungen, wie sie z. B. im Tennis durch die kräftigen Schläge und das plötzliche Abbremsen und Beschleunigen entstehen, werden eher vermieden. Kraft- und Funktionstraining, die bei der Fibromyalgie empfohlen werden [Leitlinien zum Fibromyalgiesyndrom Stand 4/2012], sollten ebenfalls so ausgerichtet sein, dass plötzlich Belastungen vermieden werden.

Bewegung fördert die Durchblutung und den Stoffwechsel in den Muskeln und trägt zur Entspannung bei. All dies sind Faktoren, die sich auch bei der Fibromyalgie günstig auswirken.

Wichtig ist es, dass das Bewegungstraining regelmäßig durchgeführt wird. Zehn Minuten täglich sind besser als einmal wöchentliches Intensivtraining. Hier kann es helfen, Bewegung natürlich in den Tagesablauf zu integrieren, indem man häufiger Treppen benutzt oder kürzere Wege zu Fuß oder mit dem Rad erledigt.
Regelmäßige Bewegung beugt Schonhaltungen vor, hält Muskeln und Bänder geschmeidig und hilft, deren Funktion zu erhalten.

Nordic Walking steigert die Ausdauerleistung und spricht zahlreiche Muskelgruppen an
Nordic Walking steigert die Ausdauerleistung und spricht zahlreiche Muskelgruppen an

Physikalische Verfahren bei Fibromyalgie

Bei den meisten Menschen mit einem Fibromyalgiesyndrom kann Wärme zur Besserung von Beschwerden beitragen. Sie alle kennen die wohltuende Wirkung von Wärme. Von der Wärmflasche übers Kirschkernkissen bis hin zu warmen Duschen und Entspannungsbädern gibt es viele Varianten der Wärmeanwendung. Die Wärme führt zur Erweiterung der Blutgefäße, zur vermehrten Durchblutung und zur Muskelentspannung. Dieses physikalische Verfahren kann zur allgemeinen Beruhigung beitragen und Schmerzen lindern. Wärmeanwendungen eignen sich auch für den Hausgebrauch und können nach entsprechender Anleitung bei akuten Schmerzen eingesetzt werden.

Deutlich seltener verbessert Kälte die Symptome einer Fibromyalgie. Patienten, bei denen das der Fall ist, kann z. B. mit Coolpacks oder Eisreibungen geholfen werden.

Kneipp’sche Güsse und aufsteigende warme Schiele-Fußbäder können als physikalische Verfahren die Entspannung und Ausleitung fördern.
Massagen sind weitere physikalische Verfahren, die bei Fibromyalgie sinnvoll sein können. Diese sollten allerdings an die häufig erhöhte Sensibilität der Patienten angepasst und eher vorsichtig durchgeführt werden. Sanfte Massagen können zur Entspannung beitragen, die Durchblutung und damit den Abtransport von Schlacken verbessern und auf diesen Wegen zur Schmerzlinderung beitragen.

Colortherapie / Farblichttherapie

Jeder kennt die unterschiedlichen Wirkungen verschiedener Farben. Diese lassen sich auch therapeutisch im Rahmen der Colortherapie nutzen. Beispielsweise kann Dunkelblau bei der Entspannung helfen und uns gelassener werden lassen. Nach Rücksprache mit unseren Patienten setzen wir die Colortherapie auch bei der Fibromyalgie ein. Ziel ist es dabei, die Entspannung zu fördern, das Gemüt aufzuhellen und Schmerzen zu lindern.

Entgiftung

In unserer heutigen Umwelt sind wir unzähligen Umweltbelastungen ausgesetzt. Über unsere Nahrung, die Haut und die Luft nehmen wir permanent Schadstoffe auf. Auch wenn unser Körper ein erstaunlich effizientes System zur Entgiftung, Ausleitung und Entlastung entwickelt hat, kommt er bei der Vielzahl der Belastungen doch an seine Grenzen. Ist die Grenze der Kompensationsmöglichkeiten erreicht, treten Symptome auf. Auch eine Regulationsstarre ist möglich. Die äußert sich darin, dass verschiedene Therapieverfahren wie die Akupunktur nicht mehr richtig ansprechen. In diesen Fällen muss die Regulationsstarre zunächst aufgehoben werden, bevor sich das Therapiespektrum wieder richtig nutzen lässt.

Gerade bei chronischen Krankheiten wie der Fibromyalgie gilt es, Umweltbelastungen möglichst gering zu halten, um den Körper von vornherein zu entlasten. Zugleich sollte die Entgiftungsfunktion des Körpers gestärkt werden, um die Regulations- und Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

Zur Unterstützung der Ausleitungsfunktion von Haut, Nieren, Leber, Lymphe, Darm usw. hält die Naturheilkunde zahlreiche Methoden bereit. Zu nennen sind hier unter anderem die Homöopathie und die Phytotherapie, auf die wir inunserer Praxis gerne zurückgreifen.

Patienten mit Fibromyalgie bieten wir ein individuell abgestimmtes Entgiftungskonzept an. In seltenen Fällen führen wir dazu auch Entgiftungskuren mit Infusionen durch. Ein weiteres Mittel zur Anregung der Leberfunktion und -entgiftung sind feuchtheiße Leberwickel.

Entsäuerung

Unsere moderne Lebensweise und Ernährung tragen wesentlich zu einer Übersäuerung bei. Zu nennen sind hierbei unter anderem

  • Ernährung mit zu vielen Weißmehlprodukten, Zucker und Fleisch
  • Stress
  • Mangel an Bewegung – insbesondere an der frischen Luft.

Die schulmedizinisch noch nicht anerkannte Übersäuerung wird aus naturheilkundlicher Sicht für zahlreiche Beschwerden verantwortlich gemacht, zu denen Muskelschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebsschwäche und Konzentrationsstörungen gehören. Symptome also, die wir bei unseren Fibromyalgie-Patienten häufig antreffen. Daher nutzen wir die Entsäuerung als Teil unseres Konzeptes zur Fibromyalgie-Therapie.

In unserer Praxis für Ganzheitsmedizin setzen wir folgende Methoden zur Entsäuerung ein:

  • Gabe von Basen
  • Trennkost nach Hay
  • Procain-Basen-Infusionen.

Ernährungstherapie (z. B. Haysche Trennkost)

Die Ernährung ist eine wichtige Basis unserer Gesundheit. So wie Fastfood, zu schnelles essen usw. krank machen können, kann die richtige – individuell angepasste – Ernährung wesentlich zu Gesundheit und Genesung beitragen.
In unserer Praxis nutzen wir im Rahmen der Ernährungstherapie

  • das Heilfasten – zur Entlastung des Darms und zur Entschlackung
  • die Trennkost nach Hay – unter anderem zur Entsäuerung und Entlastung der Verdauungsorgane.

Eine ausgewogene, ballaststoffreiche und naturbelassene Ernährung wird von vielen unserer Patienten als äußerst wohltuend empfunden.

Eigenblutbehandlung

Die Eigenblutbehandlung setzen wir auch im Rahmen unserer Fibromyalgie-Therapie zur Stärkung des Immunsystems ein.

Homöopathie und Phytotherapie

Homöopathische und phytotherapeutische Medikamente nutzen wir bei der Fibromyalgie-Therapie unter anderem zur

  • Entgiftung
  • Konstitutionstherapie
  • Stärkung des Immunsystems
  • psychischen Unterstützung.

Orthomolekulare Therapie

Im Rahmen der Orthomolekularen Therapie führen wir fehlende Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe zu, um die körpereigene Regulation und vielfältige Körperfunktionen zu stärken.

Entspannung

Entspannung ist ein sehr wichtiges Instrument in der Fibromyalgie-Therapie. Geeignet sind zum Beispiel Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Die Wahl der passenden Entspannungstechnik richtet sich vor allem nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Wir beraten Sie gern bei der Suche nach der für sie passenden Methode und nennen Ihnen versierte Ansprechpartner, bei denen Sie entsprechende Unterstützung bekommen. Nach entsprechender Anleitung können Sie viele dieser Entspannungsverfahren auch bequem bei sich zu Hause durchführen.

Entspannungsübungen sind sehr hilfreich die erhöhte Muskelanspannung herabzusetzen.
Entspannungsübungen sind sehr hilfreich die erhöhte Muskelanspannung herabzusetzen.

Psychotherapie

Eine psychische Unterstützung ist aus unserer Sicht bei vielen Fibromyalgie-Patienten ratsam. Sie kann ihnen helfen, besser mit Beschwerden und Faktoren, die diese verschlechtern, umzugehen. Oftmals hilft es – auch wenn dies zunächst sehr schwer fällt – nach positiven Seiten der Erkrankung Ausschau zu halten.

Fibromyalgie-Patienten können sich bei uns darauf verlassen, dass wir ihre Beschwerden ernst nehmen. Die Annahme des ganzen Patienten und seiner Probleme ist für uns Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fibromyalgie-Therapie.

Häufig lassen sich bei Fibromyalgie-Patienten starke psychische Belastungsfaktoren wie Traumen oder aktuelle Konflikte ausmachen. Hier bieten wir Ihnen gerne lebensberatende Gespräche an. Darüber hinaus kooperieren wir mit Psychotherapeuten, an die wir Sie gerne verweisen, falls eine Psychotherapie sinnvoll erscheint und von Ihnen gewünscht wird.

Mögliche Ansatzpunkte einer ganzheitlichen Fibromyalgie Therapie. (Quelle: Bock, Heintze, 2000)
Mögliche Ansatzpunkte einer ganzheitlichen Fibromyalgie Therapie. (Quelle: Bock, Heintze, 2000)

Sprechzeiten:
Mo, Di, Do: 8 - 13, 14 -18 Uhr
Mi, Fr: 8 - 13 Uhr

Impressum
Datenschutz

Dr. med. Thomas Heintze,
Fachärztin Ursula Steinmeier
und Team
Am Wäldchen 8
35043 Marburg - Bauerbach

So erreichen Sie uns:
Tel. 06 42 1 - 30 85 77
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Unser Einzugsgebiet: Marburg, Frankfurt, Kassel, Dortmund, Mannheim, Köln, Gießen, Alsfeld, Siegen, das ganze Bundesgebiet und darüber hinaus.