Fibromyalgie ("Weichteilrheuma")

„Ich habe am ganzen Körper Schmerzen wie rohes Fleisch“ – so oder so ähnlich schildern etwa 2 Millionen Fibromyalgiekranke in Deutschland ihre Hauptbeschwerden.

Was versteckt sich hinter dem Begriff Fibromyalgie?

Bei der Fibromyalgie/dem Fibromyalgiesyndrom treten chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen auf  zusammen mit vielfältigen weiteren Beschwerden. Oft beginnen die Schmerzen im Hals- u. Lendenwirbelbereich, den Oberarmen und Oberschenkeln, später breiten sich die Schmerzen über den gesamten Körper aus.

Kriterien der WHO zur Diagnosestellung:

  • Ausgebreitete Schmerzen, die mehrere Regionen des Körpers umfassen (Muskeln, Gelenke)
  • Erschöpfung / Burnout u.a. seelische Beeinträchtigungen
  • Schlafstörung
  • Konzentrationsstörung
  • körperliche Beschwerden wie Schweißneigung, Herzrhythmusstörungen, Zittern, Magen-, Darm- und Blasenbeschwerden, Missempfindungen                                 
  • Ausschluss anderer Krankheiten (z. B. hormonelle oder entzündliche Krankheiten)

Bei den oben genannten Kriterien wird deutlich, dass betroffene Patienten zunächst oft eine Odyssee von orthopädischer, rheumatologischer, evtl. psychiatrischer  Diagnostik und Behandlung hinter sich gebracht haben, um letztendlich nach Monaten oder Jahren eine Diagnose zu erhalten.

Das Fibromyalgiesyndrom ist primär eine klinische Ausschlussdiagnose, d. h. die Diagnose bleibt gewissermaßen übrig, wenn andere Erkrankungen als Grund für die Schmerzen ausgeschlossen worden sind.

Fibromyalgie ("Weichteilrheuma")

Welche Symptome können noch bei dem Fibromyalgiesyndrom auftreten?

Neben den zunächst beschriebenen Schmerzen der  Muskeln und Gelenke klagen viele Patienten häufig über starke Schlafstörungen, die zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit führen. Weitere psychische Symptome können Traurigkeit, depressive Phasen, Nervosität und Angststörungen sein.

Zusätzlich können Kopfschmerzen, auch in Form von Migräne, Missempfindungen, Schwindel und Kribbeln der Haut auftreten.

Bei den Symptomen der inneren Organe werden häufig Magen-Darm-Beschwerden (Reizdarm) mit Blähungen, Völlegefühl, unklare Krämpfe, Aufstoßen und Sodbrennen, aber auch Verstopfung oder Durchfall beschrieben. Insbesondere Frauen klagen über Reizblasenbeschwerden, z.T. mit Inkontinenz( Blasenschwäche).

Weitere Beschwerden wie erhöhte Schweißneigung, eine Veränderung der Körpertemperatur, vermehrte Infekthäufigkeit, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen und Atemnot, Zittern, innere Unruhe, Reizhusten, aber auch Schluckbeschwerden, Kiefergelenksschmerzen, Zahnschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus), trockene Augen, unscharfes Sehen, wechselnde Sehschärfe und fehlendes sexuelles Interesse können zum Beschwerdebild hinzukommen. Wahrscheinlich besteht eine erhöhte Sensibilität bzw. die allgemeine Reizschwelle ist gesenkt. Es liegt jedoch keine übertriebene Empfindlichkeit vor.

Häufigkeit

Das Fibromyalgie ist eine häufige Erkrankung. Die Zahl der Erkrankten nimmt ständig zu. Mittlerweile sind weit über 2 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Es sind mehr Frauen als Männer, mitunter sogar Kinder von diesem Krankheitsbild betroffen.

Ganzheitliches Entstehungsmodell

Insgesamt besteht eine herabgesetzte Reizschwelle, eine Hypersensitivität, die Patienten sind dadurch reizüberflutet,  was zu Überforderung / Erschöpfung führt.

Bis heute ist aus schulmedizinischer Sicht unklar, was die Fibromyalgie verursacht. Allgemein geht man davon aus, dass eine nicht verarbeitete oder dekompensierte chronische Stressreaktion eine wesentliche Rolle spielt. Verschiedene Ursachen wie z. B. schwere frühe Traumata, Fehlernähung, Bewegungsmangel, Darmdysbiose, Störfelder wie z. B. Narben,  tote Zähne, e-smog und/oder Umweltbelastungen führen zu einer chronischen Stressreaktion. Kann diese vom Körper nicht mehr ausgeglichen werden, reagieren bestimmte Menschen mit einer Fibromyalgie.

Nun entsteht ein Teufelskreis. Die generalisierte Senkung der Reizschwelle führt zu einer Reizüberflutung des Gehirns. Alles ist zu viel, zu schwer, zu schmerzhaft. Der Körper verinnerlicht, dass selbst kleinste Schmerzsignale als gefährlich einzustufen sind. Unter diesem Stress entwickelt sich ein Erschöpfungssyndrom mit Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Schlafstörungen.

Ganzheitliches Konzept zur Fibromyalgietherapie

Seit 1989 sind chronische Schmerzen und Fibromyalgie unsere wichtigsten Behandlungsschwerpunkte.

Unsere ganzheitsmedizinische Therapie bei Fibromyalgie umfasst die Behandlung von Störfeldern, eine Entgiftung, Entsäuerung, die Behandlung einer gestörten Darmflora, orthomolekulare Ergänzung von wichtigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, gezielte Neuraltherapie, Elektroneuraltherapie („Wiederaufladen der Batterie“), Akupunktur, Eigenblutbehandlung und eine Anweisung zur gesunden Ernährung, z. B. Trennkost.

Es gilt nun hier insbesondere dem Körper das alte Vertrauen zurückzugeben, dass Schmerzen nicht unbedingt bedrohlich und gefährlich sind, sondern dass durch gezielte Anregung eine wohltuende Entspannung und Schmerzreduktion passieren kann.

Es geht also um eine Lernerfahrung des vegetativen Nervensystems, die alten Anspannungsreflexe loszulassen und den eigenen Körper als angenehm zu erleben.

Hier sind in Zusammenarbeit mit dem Patienten körperorientierte physiotherapeutische Maßnahmen, wie sanfte Massagen, Lymphdrainagen und Bäder wichtig.

Auch durch eine psychotherapeutische Unterstützung ist eine deutliche Verbesserung erreichbar. Die Reizschwelle steigt wieder in Richtung normal, die Anpassungsfähigkeit des Körpers an verschiedene Belastungen bessert sich. Eine große Rolle spielt hier die Hilfe zur Selbsthilfe – Sie erhalten hier wertvolle Tipps.

Sprechzeiten:
Mo, Di, Do: 8 - 13, 14 -18 Uhr
Mi, Fr: 8 - 13 Uhr

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Dr. med. Thomas Heintze,
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