Diagnose der Fibromyalgie

Die meisten Fibromyalgie-Patienten wissen ein Lied davon zu singen, wie schwer sich die Diagnose dieser Erkrankungen gestalten kann. Dem eigenen Befinden – mit massiven Muskelschmerzen und sonstigen Symptomen – steht häufig einem Mangel an handfesten Befunden gegenüber: Sowohl Laborwerte als auch Röntgenuntersuchungen sind üblicherweise unauffällig. Das führt leider immer wieder dazu, dass die Betroffenen selbst von Ärzten nicht richtig ernst genommen werden. Manche Patienten sind so verunsichert, dass sie sich kaum trauen, von ihren gesundheitlichen Problemen zu berichten – aus Angst davor, unglaubwürdig zu erscheinen und wieder einmal auf Unverständnis zu stoßen.

Der Mangel an „harten Fakten“ gibt letztendlich den Weg zur Diagnose des Fibromyalgiesyndroms vor. Nach und nach werden zunächst alle möglichen anderen Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen bis die Diagnose „Fibromyalgie“ quasi übrig bleibt. Daher ist die Fibromyalgie primär eine klinische Ausschlussdiagnose.

Ausgeschlossen werden dabei insbesondere folgende Krankheiten:

  • Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis wie die Polymyalgie (Polymyalgia rheumatica)
  • Osteoporose
  • Arthrose
  • Krebs (Metastasen)
  • psychiatrische Erkrankungen.

Abgegrenzt werden müssen zudem das chronische Müdigkeitssyndrom oder eine multiple Chemikalienunverträglichkeit (MCS). Störungen im Bereich der Nerven sind gegenüber einer Multiplen Sklerose (MS) abzugrenzen. Einige der für eine Fibromyalgie-typischen Symptome lassen sich auch bei Patienten mit Depressionen finden. In all diesen Fällen ist eine gründliche Differentialdiagnose erforderlich.

Inzwischen gibt es auch einige medizinische Kriterien für die Diagnosestellung beim Fibromyalgie-Syndrom:

  • mindestens drei Monate bestehende Schmerzen an wenigstens drei verschiedenen Regionen des Bewegungsapparates (aus den Klassifikationskriterien des American College of Rheumatology),
  • Nachweis von mindestens fünf Tendomyosen (schmerzhaften Veränderungen an Muskeln und Sehnen), degenerativen Veränderungen der Sehnen und ihrer Ansätze, Sehnenansatzentzündungen sowie Schmerzen an den Übergängen von Brustbein zu den Rippen.

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Dr. med. Thomas Heintze,
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